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Experimentelle Archäologie - Stoob

Universitätsinternes Projekt

Leitung: Elisabeth TRINKL

Mitarbeiter: Stephan KARL

Im Rahmen einer mehrjährig angelegten Kooperation mit der Fachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob (Burgenland) soll auf dem Weg der Experimentellen Archäologie ein 1,25 m hoher epitymbia-Krater, ein auf dem Grab aufgestelltes bauchiges Keramikgefäß, in antiker Tradition angefertigt werden.

Den Ausgangspunkt bildet ein Fragment, das sich in der Originalsammlung des Instituts für Antike der Universität Graz (https://antike.uni-graz.at/de/museum-sammlungen/)  befindet. Es gehört zu einem solchen Krater, der ursprünglich um 760 v. Chr. geschaffen wurde. Die Gefäßoberfläche war ursprünglich mit Kriegern, Schiffen, Gespannen und einer Aufbahrungsszene verziert und kann unter Einbeziehung weiterer zugehörender Bruchstücke und über Vergleichsstudien gut rekonstruiert werden. Es bleiben jedoch viele Fragen offen, insbesondere zur Fertigungstechnik: wie z.B. Zeitaufwand für Töpfern und Bemalen; Technik für den Aufbau des Gefäßes (Wulsttechnik?), Stabilität des Gefäßes (z. T. Wandstärke 1,0 cm), Werkzeuge für die Ausführung der Glättung der Oberfläche, logistische Fragen nach dem Gewicht des Gefäßes im feuchten Zustand, Brenntechnik, Größe des Ofens. Ihnen kann am besten im Rahmen eines praktischen Experiments nachgegangen werden.

Das Endziel des Experiments soll eine reale Rekonstruktion des gesamten Kraters in originaler Größe sein. Um sich diesem Ziel schrittweise anzunähern, wurden drei Etappen konzipiert:

  1. Vorstudien mit Stoober Ton; Nachbildung des Fragmentes sowie Einpassung in einen Ring originaler Größe; Brennversuche

  2. Vorstudien mit attischem Ton;

  3. Herstellung des Schlickers; Vorstudien zur geometrischen Maltechnik; Brennversuche Herstellung des gesamten Gefäßes inklusive rekonstruierter Dekoration; Brand

Die erste Stufe ist bereits erreicht: Im Schuljahr 2017/18 stellten Schüler/innen im Rahmen ihrer Abschlussarbeit auf der Basis der Rekonstruktionszeichnung auf der Töpferscheibe einen Tonring her; dieser wurde mit dem rekonstruierten Fries aus Kriegern und Schiffen bemalt. Der Tonring mitsamt einer kurzen Darstellung der Anfertigung konnte bereits im Rahmen der Ausstellung "Zeus und Co" im Universitätsmuseum (https://unigraz-at-museum.uni-graz.at/de/) öffentlich gezeigt werden.

 

Für die Schuljahre 2018/19 und 2019/20 werden die Arbeiten bis zur Vollendung des gesamten Gefäßes fortgesetzt werden.

Publikationen

St. Karl in Corpus Vasorum Antiquorum Graz, Karl-Franzens-Universität 1 (Wien 2014) 34-36.

St. Karl - M. Itzinger - E. Trinkl, Mehr als nur ein Fragment - Einblicke in die Herstellung eines antiken Monumentalgefäßes, Forum Archaeologiae 87/VI/2018 (http://farch.net).

Kooperationspartner

Fachschule für Keramik und Ofenbau in Stoob: http://keramikschule.at/

Spezieller Dank gilt dem "Attic Black Shop", Athen, für die Zurverfügungstellung des Tons.

Kontakt

Mag. Dr.phil.

Stephan Karl

Telefon:+43 (0)316 380 - 8121

Priv.-Doz. Mag. Dr.phil.

Elisabeth Trinkl

Institut für Antike

Institut für Antike

Telefon:+43 316 380 - 2387

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