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Antike Versfabeln

Leitung: Ursula GÄRTNER

Phaedrus, Babrius, Avianus: drei Autoren, zwei Sprachen, eine Gattung - Fabelpoesie. Lange Zeit wurden sie in der Forschung vernachlässigt oder einseitig behandelt. Entweder stand die Motiv- und Textgeschichte im Vordergrund oder die Texte wurden als Quelle gesellschaftskritischer Erfahrungen gelesen. Neuere Arbeiten  lassen die einzelnen Fabelsammlungen als Texte eigenwilligen literarischen Schaffens verstehen. Die Forschungslage ist nun für Phaedrus besser, für Babrius und vor allem Avianus jedoch bedauerlich. Desiderate für alle drei sind Kommentare, Interpretationen und Gesamtstudien, die sich der Methoden der modernen Literaturtheorien bedienen.

Die Hypothese der Grazer Forschergruppe ist, dass diese Gedichte als anspruchsvolle Texte wahrgenommen werden müssen, die sich in den literarischen Diskurs ihrer Zeit einschreiben und so durch Selbstreflexivität auch zu Fabeln über Literatur werden.

Unser übergeordnetes Ziel ist es, Grundlagenforschung, insbesondere Interpretationskommentare zu den einzelnen Fabelsammlungen zu liefern. Die Projektleiterin selbst hat Kommentare zu den Phaedrusfabeln B. 1 und 2-3 veröffentlicht; ein Kommentar zu 4-5 ist in Arbeit. Dr. L. Spielhofer (OeAW-Stipendium) arbeitet an den Fabeln des Babrius (Publiklation 2022). Zudem wurde eine digitale Schulausgabe antiker Fabeln entwickelt, das "Grazer Repositorium antiker Fabeln" (GRaF; gams.uni-graz.at/context:graf), gefördert vom BMBWF. Vervollständigt wird das Gesamtprojekt durch einen Kommentar zu den Fabeln des Avianus (Chr. Poms).

 

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.phil.

Ursula Gärtner

Institut für Antike

Telefon:+43 (0)316 380 - 2432

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