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Forschungsgeschichte

Es scheint, dass die Reisenden des 19. Jh.s keine antiken Reste in der Hochebene von Pheneos festgestellt haben (siehe unten Kap. Literatur). In den Jahren 1958–1964, am östlichen Fuße des südlichen Hügels, an dem die Akropolis von Pheneos endet, hat Evangelia Protonotariou-Deilaki ein Asklepieion der hellenistischen Zeit ausgegraben, welches aber nicht von Pausanias erwähnt wird, weil dieses zur Zeit des Pausanias erwähnt wird. Entdeckt wurden zwei größere Räume, Nebenräume und ein Peristylhof an der Ostseite des Gebäudes. Das Areal wurde in den Jahren durch Konstantinos S. I. Kissas und Torsten Mattern, Universität Trier, vollständig ergraben.


Im Südraum wurde eine Basis mit einer Inschrift gefunden, auf der die Gruppe von Asklepios und Hygeia stand, ein Werk des Athener Bildhauers Attalos, wie die Inschrift bezeugt. Vor den Kultstatuen befand sich ein Mosaikboden mit einem kleinen Altar in der Mitte. Im Nordraum des Heiligtums wurde ein pfeilerförmiger Sockel festgestellt, auf dem ein Opfertisch aus Marmor stand. Die erwähnten Funde werden heute in dem kleinen Museum von Pheneos in der Ortschaft Archaia Pheneos aufbewahrt. Eine herausragende Stelle in dieser Sammlung besitzen die Fragmente der Kultstatuen von Asklepios und Hygeia.
Durch einen Probeschnitt im Jahr 1964, nördlich des Asklepieions, wurde ein apsidenförmiges Gebäude aus mittelhelladischer Zeit, welches die ältesten Funde des Hügels Pyrgos bis heute an das Tageslicht brachte, entdeckt. Dieses Gebäude hatte einen Herd und kreisförmige Vertiefungen für hölzerne Säulen, auf die das Dach gestützt war. Im gleichen Schnitt, wie auch auf der Oberfläche, wurde eine Mauer der mykenischen Zeit freigelegt. Die Ergebnisse der Grabungsperiode 1958-1964 sind im „Archaiologiko Deltio“ publiziert. Die Arbeiten wurden von der archäologischen Behörde in den Jahren 1976 und 1977 fortgesetzt. Bei dieser Kampagne wurden in beschränktem Ausmaß, südöstlich des Heiligtums, Reinigungs- und Restaurierungsarbeiten der Mauer des Heiligtums durchgeführt.

Klaus Tausend (Institut für Antike der Universität Graz, Österreich) hat zusammen mit Frau Gabriele Koiner-Erath (Institut für Antike der Universität Graz) Surveys im Becken von Pheneos von 1995 bis 1999 durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind ebenso in einigen Fachzeitschriften publiziert.
Im Jahr 2008 begann die 37. Ephorie (heute EFA Korinthias) unter der Leitung von Konstantinos S. I. Kissas Reinigungs- und Sanierungsarbeiten des archäologischen Areals durch die Finanzierung des Kulturministeriums (PDE – 2008SE01400002) für den Schutz und die Präsentation der Denkmäler von Alt-Pheneos, durchzuführen. Außerdem wurde 2008 ein kleiner Probeschnitt, westlich und unmittelbar an der Umfassungsmauer des Asklepieion, angelegt, mit dem Ziel der Bestätigung der Annahme, dass dort eine gepflasterte Straße in Richtung Akropolis existierte. Der freigelegte Teil dieser Straße zeigt zwei Bauphasen: die erste gehört zur frühhellenistischen und die zweite in die späthellenistische Zeit.
In den Jahren 2008–2009 wurde auf der Akropolis (Abb. 9) ein ca. 200 m langer Abschnitt der Umfassungsmauer der Stadt Pheneos entdeckt, zusammen mit vier Türmen und einem Tor (Abb. 13–17; 19–21). Der freigelegte Teil der Mauer befindet sich am Nord-Abhang der Akropolis. Das im polygonalen System gefertigte Mauerwerk ist in gewissen Bereichen bis zu einer Höhe von 4,50 m erhalten geblieben. Die Außen- und Innenseite der Mauer ist aus 3,20 m breiten und grob geschnittenen Steinen erbaut worden. Die halbkreisförmigen Türme haben einen Durchmesser von ca. 5,50 m. Das Tor befindet sich in der Mitte der Nordseite der Mauer.
Der Erhaltungszustand der Umfassungsmauer ist problematisch. In ziemlich vielen Bereichen stürzte die Mauer aufgrund des Erddrucks ein. Ihre Rekonstruktion und ihr Schutz sind erforderlich. Die Ergebnisse dieser Forschungen der Archäologischen Behörde wurden in der „1. internationalen Tagung für die Altertümern von Korinth“ präsentiert, die in Loutraki im März 2009 stattgefunden hat.

In Kooperation des Österreichischen Instituts in Athen, vertreten durch die Universität Graz, mit der lokalen Antikenbehörde wurden Ausgrabungen auf dem Siedlungshügel, lokal Pyrgos genannt, von 2011 bis 2015 durchgeführt. Die Leitung lag bei Konstantinos S. I. Kissas und Peter Scherrer.

Weitere Informationen:

Geographische Lage

Literatur

Forschungsziel und Methode

Planung - Publikation

Fotos und Erfahrungsbericht

Univ.-Prof. Dr.

Peter Scherrer

Institut für Antike


FWF-Projekt

"6.000 years of solitude? Investigating pottery from Pheneos"

Leitung: Elisabeth TRINKL

Nr.: P 34385 Einzelprojekte

 

"Pheneos in Northeastern Arcadia – An Undiscovered Town"

Leitung: Elisabeth TRINKL

Nr.: P 30446 Einzelprojekte

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