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Forschung am Puls der Zeit

Die Hellenisierung des Tanzes

FWF-Einzelprojekt: PAT4968225 (2027-2030)

Projektleitung: Laura Gianvittorio-Ungar 

Projektseite in Arbeit

In den 1930ern wurden die Ruinen eines antiken Theaters in Sizilien zu einer wichtigen Drehscheibe für Europäische Tanzkulturen. Das Projekt “Hellenisiserung des Tanzes” erörtert die komplexen Hintergründe und Folgen dieses unwahrscheinlichen Phänomens. Das Istituto Nazionale Dramma Antico (INDA) hatte bereits altgriechische Tragödien inszeniert, als faschistische Instanzen in seine Agenden eingriffen. Die nationalistische Propaganda brauchte das Spektakel der klassischen Vergangenheit, doch antike Tänze waren schwieriger zu übersetzen als antike Texte. Trotz seines nationalistisch gepflegten Images suchte INDA nach ausländischen Tanzvokabularen, die den dramaturgischen Ansprüchen sowie den faschistischen Ansichten über Gruppenbewegung und Frauenkörper gerecht waren bzw. schienen. Mit den Tänzerinnen der eurhythmisch-inspirierten Hellerau Laxenburg Schule entstand eine Experimentierbühne, die hellenisierende Ästhetik, mitteleuropäische Tanzpraktiken und faschistische Ideologien miteinander kombinierte.

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Lupus in fabula - Ancient Fable Poetry. Commentaries and Narratological Approaches to a long-neglected Genre

FWF-Einzelprojekt: P36153-G (2023-2026)

Projektleitung: Ursula Gärtner

Mitarbeiter:innen: Sarah Berghofer, Christopher Poms

Das Vorhaben der Grazer Forschungsgruppe ist es, erstmals Grundlagenforschung zur lange vernachlässigten Versfabeldichtung (Phaedrus, Babrios, Avian) vorzulegen. Die hierfür gewählte Form des Interpretationskommentars liefert kommentartypische Erklärungen und bietet zusätzlich eine analysierende Interpretation der Texte, die auf einem close reading basiert. Entsprechende Kommentare liegen zu Phaedrus (B. 1; B. 2&3; U. Gärtner) sowie zu Babrios (Babr. prol. 1 &2; 1-17; L. Spielhofer) bereits vor. In der Förderungsphasen sollen nun die Bände zu Phaedrus B. 4&5 (U. Gärtner) sowie zu Avian (Chr. Poms) entstehen. Ergänzt werden diese Kommentare durch komparatistische Studien zu den narrativen Strategien der drei Fabelsammlungen sowie eine umfassende Bibliographie.

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