Matthias Grawehr "Professor für Archäologie"
Seit September 2025 bekleidet Prof. Matthias Grawehr die neue Professur für Archäologie in der klassischen Antike am Institut für Antike der Universität Graz und ist stellvertretender Leiter des Instituts für Antike.
Matthias Grawehr studierte Klassische Archäologie, Kunstgeschichte sowie vorderasiatische Altetumskunde in Basel. Nach Aufenthalten in Damaskus, Rom und Zürich, habilitierte er 2019 in Basel mit der Habilitationsschrift „Akzidentelle Unfertigkeiten und intentioneller Bossenstil in der Architektur des Hellenismus und der Kaiserzeit“. Nach beruflichen Stationen als Vertretungsprofessur in Mainz und Basel ist er seit September 2025 an der Universität Graz am Institut für Antike tätig.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die hellenistische und römische Architektur, die Archäologie der Levante in der hellenistischen und römischen Zeit, die um seine Expertise der Nabatäischen Kultur und römischen Kleinkunst erweitert ist. Derzeit forscht er unter anderem an der Bedeutung von Fundstücken in der Gestaltung sozialer und kultureller Prozesse der jeweiligen Epoche mit dem Fokus auf die Erforschung der Beziehung von Menschen zu Dingen und ihr Umgang mit diesen. Zum Interview “Von Tempeln und Lieblingsdingen” zwischen Ulrike Freitag und Matthias Grawehr
Im Interview mit Gerhild Leljak spricht Matthias Grawehr über das Image einer Archäologin/ eines Archäologen und die unterschiedlichen Anforderungen im wissenschaftlichen Networking innerhalb seiner letzten beruflichen Stationen. Zum Interview mit Gerhild Leljak
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Studierenden des Instituts für Antike heißen Matthias Grawehr herzlich willkommen und freuen sich auf die kommenden gemeinsame Forschungszeit mit neuen Chancen und Möglichkeiten, die sich im Fachbereich Archäologie und in der Wissenschaftscommunity auftun werden.
Wolfgang Spickermann im Porträt "Auszeichnung für Verdienste auf dem Gebiet der Digital History"
So schreibt die Universität Trier: " […] Wolfgang Spickermann hat Bahnbrechendes geleistet bei der Untersuchung der Götterverehrung von Frauen in Gallien, Rätien und Germanien und schließlich die Erforschung der Religionsgeschichte des römischen Germanien auf eine neue Ebene gehoben. Gleiches gilt für die Entwicklung und Evaluation digitaler Tools für die Geschichtswissenschaft. […]Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der römischen Religions- und Sozialgeschichte, der Lateinischen Epigraphik, auf Staat und Kirche in der Spätantike, auf der Kultur- und Geistesgeschichte des 2. Jahrhunderts n. Chr. mit einem Fokus auf dem Satiriker Lukian von Samosata und im Bereich der digitalen Geschichte. Eine besondere Rolle spielen seine Aktivitäten auf dem Gebiet der Digital History. Wolfgang Spickermann gehört buchstäblich zu den Pionieren dieser Disziplin und war einer der Gründer der Arbeitsgemeinschaft, Geschichte und EDV (AGE), in deren Vorstand er seit vielen Jahren wirkt. […]
Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass mehrere große, nationale und internationale Drittmittelprojekte die Forschung beflügeln und jungen und aufstrebenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Zukunftsperspektiven eröffnet haben und eröffnen. […]"